Sicherer Radverkehr in St. Veit ist schwer!

Die Überschrift “Sicherer Radverkeht in St. Veit ist schwer!” bingt es auf den Punkt. Nicht nur als Gemeinderat, auch als Radfahrer warte ich seit bald vier Jahren (!) auf die Behandlung und Umsetzung eines Radfahr-Antrages meinerseits!

Antrag für mehr Rad-Verkehrssicherheit

In der Gemeinderatssitzung vom 7. September 2017 wurde meinerseits ein Antrag zur “Überprüfung der Beschilderungen, Bodenmarkierungen und Kartenverzeichnisse von Fahrradwegen im Gemeindegebiet, insbesondere aber im Stadtzentrum von St. Veit –  und somit Gewährleistung einer durchgehenden West-Ost bzw. Nord-Süd (E-)Fahrradverbindung durch das Stadtzentrum” eingebracht.

Die Intention meines Antrages war es u.a. Beschilderungen, Bodenmarkierungen und Kartenverzeichnisse von Fahrradwegen im Stadtzentrum und Gemeindegebiet zu überprüfen. Dabei sollte der zuständige Verkehrsausschuss im St. Veiter Gemeinderat im Rahmen einer “mobilen Ausschusssitzung” mit Rad einen Lokalaugenschein tätigen.

Leider stand bis heute dieser Antrag weder auf der Tagesordnung des Ausschusses noch wurden entsprechende Maßnahmen seitens der politischen Verantwortlichen von SPÖ und FPÖ getätigt. – Schade darum!

Moderne Fahrradmobilität gestalten

Der moderne Radverkehr zeichnet sich durch die verstärkte Nutzung von E-Bikes aus. Radtouristen, aber auch die ältere Generation genießt so die Fortbewegung auf zwei Rädern durch die Herzogstadt. Es wird Zeit den Ansprüchen moderner Fahrradmobilität gerecht zu werden. Die Stadt und ihr Umland braucht mehr als ein Radwegkonzept! – Doch halt, da war doch was!

SPÖ-Mehrheit säumig bei der Umsetzung von Expertenvorschlägen

Schauen wir fast zwei Jahre zurück. Im Frühjahr 2019 tagte eine internationale Expertengruppe im Rahmen des 30. Mitteleuropäischen Planungsseminars für eine Woche in unserer Stadt. Dabei erarbeiteten mehr als 30 Studenten ein Verkehrskonzept für St. Veit. Einer der sechs Themenbereiche behandelte den Radverkehr mit entsprechenden Vorschlägen.

Wie aus den Medien und der folgenden Gemeinderatssitzung zu erfahren war, sollte das vorgeschlagene Verkehrskonzept “in den nächsten Wochen der Stadtgemeinde für die weitere Beratung in den Gremien zur Verfügung gestellt werden“, so ein Bezirksmedium. Ich muss Sie leider enttäuschen! Weder im Verkehrsausschuss, noch im Gemeinderat stand es auf der Tagesordnung! Papiere verwalten, statt Zukunft gestalten, scheint auch hier das Motto der zuständigen Verkehrspolitiker von SPÖ und FPÖ zu sein.

Sicheren Radverkehr gewährleisten!

Es geht nicht nur um sichere Radwege zwischen der Stadt und Hörzendorf bzw. St. Donat. Wir benötigen innerstädtische durchgehende Radverbindungen in Nord-Süd und Ost-West-Richtung. Stichwort durchgehende “Radweg-Schnellstraße” St. Donat-Glandorf-Innenstadt. Die verwirrende Situation rund um den wechselnden Rad- und Gehweg zwischen Kreisverkehr Völkermarkter Straße/Lastenstraße und Friedhof bedarf ebenfalls einer Lösung. Hier ist auch eine sichere Fahrradüberquerung zu den beiden Lebensmittelmärkten sinnvoll.

Radfahrer haben es auch in der Villacher Straße in St. Veit schwer.
Sicherer Radverkehr ist auch in der Villacher Straße schwer!

Übrigens, haben Sie schon einmal versucht den Radweg in der Villacher Straße bei starkem Verkehr zu queren? Auch hier merkt man, sicherer Radverkehr in St. Veit ist Schwer! Ich glaube dieses Bild spricht für sich selbst: keine Ampel, keine Bodenmarkierung. Auch wenn es sich hier um eine Bundesstraße handelt, muss die Gemeinde Initiative ergreifen.

Beispiel Anschluss Radweg R7 Industriepark Blintendorf

Mit dem Fahrrad bin ich gerne durch das Gemeindegebiet unterwegs. Man bekommt einen anderen Blickwinkel, auch um Lösungen vor Ort zu finden. Am Beginn des Industrieparks finden Sie einen baulich getrennten Fahrradweg durch das ganze Gebiet vor. Gleichzeitig schließt auf gleicher Höhe der Radweg R7 von Klagenfurt Richtung St. Veit auf. Anstatt auf einen Radweg zuerst nach Glandorf zu gelangen, muss der Radfahrer eine baulich stark in Anspruch genommene Straße ohne Markierungen benutzen. Diese ist gleichzeitig Zubringer für den Schwertransport und Pendlerstrecke. – Höchste Zeit hier die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten.

Es gibt noch viel zu tun

Im Bereich Rad gibt es noch viel zu tun. Es fängt bei Kleinigkeiten an: z.B Fahrradständer in der Innenstadt, die für die breiten Fahrradreifen von Mountain- und Treckingbikes geeignet sind. Mir fielen noch viele Dinge ein. Wichtig ist eine Willkommenskultur dem Radtouristen zu bieten. Bei den Radwegen an den Gemeindegrenzen sollen digitale Informationstafeln über das Radfahren in und um St. Veit an der Glan informieren.

PS: Ob es Gemeinde, – Landes- oder Bundesstraßen sind. Für den Radfahrer sind alle Straßen gleich, aber es gehört gehandelt! All diese Straßen sollen für den Radverkehr sicher sein und das Befahren Spaß machen. Auch Radfahren in der Stadt und Gemeinde muss gestaltet werden.